Nürnberg, 21. Mai 2026. Der eingetragene Version CiA (CAN in Automation) hat die Spezifikation CiA 604-4 herausgegeben, die für CAN-FD-light einen Mode für hohe Bitraten normt. CAN-FD-light ist ein Commander/Responder-Protokoll, welches in einem Anhang von ISO 11898-1 spezifiziert ist. Wenn man handelsübliche CAN-SIC-Transceiver verwendet, kann man CAN-FD-light Bitraten von bis zu 8 Mbit/s erreichen.
Der Commander-Knoten hat immer die Kommunikationsinitiative. Die Responder-Knoten kommunizieren nur auf Anforderung. Es findet also keine Busarbitrierung statt. Präzise und teure Zusatzschaltungen sind nicht notwendig. CAN-FD-light adressiert preiskritische Anwendungen, z. B. LED-Rücklichter in Straßenfahrzeugen. Das Datenverbindungsprotokoll entspricht dem normalen CAN-FD-Frameformat mit einem 64-Byte-Datenfeld. In Bezug auf die physikalische Übertragung gibt es keinen Unterschied in Robustheit und EMV-Performance verglichen mit klassischen CAN-Netzwerken.
„CAN-FD-light ist auch für Fahrzeuge mit einer 48-V-Versorgung geeignet,“ sagte CiA-Vorstandsmitglied Holger Zeltwanger, „wenn man entsprechende Transceiver einsetzt.“ Derzeit arbeiten CiA-Mitglieder an einer 48-V-Spezifikation für CAN-Transceiver. Kurzschlusstests und Tests bei Unterbrechung der Masseleitung werden ebenfalls spezifiziert.